Der Deal, von dem 800.000 Metall- und Elektroniker in der wichtigsten deutschen Industrieregion Baden-Württemberg betroffen sind, wird die Grundlage für Tarifverträge in anderen Regionen im ganzen Land mit insgesamt 3,7 Millionen Beschäftigten bilden. Die Arbeitnehmer erhalten außerdem eine Einmalzahlung von 150 Euro für januar bis März nach dem Ende des bisherigen Tarifvertrags. 5. Juni 2019: Die Beschäftigten der Bleistiftindustrie sind heute zum ersten Mal in einen «Warnstreik» getreten. Damit hat die IG Metall ein starkes Signal an die Arbeitgeber gesendet, die den guten Arbeitstarifvertrag ablehnen wollen, der den Arbeitnehmern zugute käme. Die IG Metall kämpft für mehr Aufwertung der Unteren Lohngruppen. Heute beteiligen sich zum ersten Mal überhaupt Arbeitnehmer der Bleistiftindustrie an einem Warnstreik. In allen fünf Unternehmen, die Teil der branchenüblichen Tarifverhandlungen für die Bleistiftindustrie sind, forderte die IG Metall die Beschäftigten auf, vorübergehend ihre Arbeit niederzulassen. Die Einigung wurde in den frühen Morgenstunden des 24. Februar zwischen der IndustriALL Global Union-Mitgliedsorganisation, der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden erzielt. Der Schwerpunkt liegt in der Metropolregion Nürnberg. «Die Arbeitnehmer sind bereit, für einen guten Tarifvertrag zu kämpfen, das ist ein starkes Signal an die Arbeitgeber, die sie ablehnen wollen», sagt Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

Die neue Vereinbarung der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, die als Pilotvereinbarung für andere Tarifrunden in Deutschland gelten soll, ist ein positives politisches Signal für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Es zeigt, dass wir die Krisenzeit beenden und dass die Arbeitnehmer für ihre Rechte für einen fairen Anteil an der Erholung eintreten. Die Vereinbarung zeigt auch, dass die «Flexibilität» am Arbeitsplatz nicht nur von den Arbeitgebern, sondern auch von den Arbeitnehmern festgelegt werden sollte. Es gibt drei Hauptausleinen aus der Vereinbarung, die sich auf Löhne, Arbeitszeit und den so genannten Tariflohnzuschlag beziehen. Die deutsche Version des Artikels in den IG Metall Nachrichten unter folgendem Link: www.igmetall-bayern.de/nachrichten/ansicht/datum/2019/06/04/titel/heute-erstmals-ueberhaupt-warnstreiks-in-der-bleistiftindustrie/ Arbeitszeit• Ab 2019 ein Recht für alle Vollzeitbeschäftigten mit 2+ Betriebszugehörigkeit, ihre Wochenarbeitszeit für 6 bis 24 Monate auf 28 Stunden zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums haben die Arbeitskräfte das Recht, den Vorgang zu wiederholen. • Die vorübergehend reduzierte (28 Stunden) Wochenarbeitszeit wird auf 10 % der Erwerbsbevölkerung begrenzt.